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Aktuelle Forschungsprojekte

Das Husserl-Archiv und Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander sind an einer Reihe von Forschungsprojekten, -kollegs und Kompetenzverbünden beteilligt. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung der laufenden Projektaktivitäten.

Inhaltsübersicht

Forschungsprojekte

Forschungskollegs und Kompetenzverbünde


Forschungsprojekte

 

XP-DITE (Accelerated Checkpoint Design, Integration, Test and Evaluation)

Das Ziel von XP-DITE ist es, einen umfassenden Ansatz für Entwicklung und Evaluierung von integrierten Flughafencheckpoints zu entwickeln, zu demonstrieren und zu validieren. Dieser Ansatz soll dabei die Balance zwischen Sicherheitsansprüchen, Betriebsanforderungen und gesellschaftlichen Bedürfnissen wiederherstellen. Hierfür wird ein ethisches Bewertungsraster insbesondere für den Schutz von Grundrechten und Privatsphäre beim Einsatz von Sicherheitstechnologien an Flughäfen entwickeln. Ethische Überlegungen sollen so von Beginn an in die Entwicklung eines neuen Ansatzes für Flughafen-Checkpoints im Rahmen von XP-DITE einfließen.

  • Laufzeit: seit September 2012
  • Teilprojektleiter: Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander
  • Projektmitarbeiter: Sebastian Volkmann
  • Förderung: FP7 der EU
  • Weitere Informationen zum Projekt

 

SURVEILLE (Surveillance: Ethical Issues, Legal Limitations, and Efficiency)

Zusammen mit neun Partnern aus Industrie, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung werden die Wahrnehmung und der Nutzen unterschiedlicher Überwachungstechnologien untersucht. Dabei stehen hierbei ganz klar die ethischen Bedenken gegen eine umfassende und verdeckte Überwachung im Vordergrund.
Im Rahmen der Projekttätigkeit wird eine Klassifikation unterschiedlichster Überwachungstechnologien erstellt. Auf der Grundlage dieser Klassifikation werden die Aspekte der individuellen Wahrnehmung und der ethischen Probleme im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsbedürfnissen und freiheitlicher Selbstverwirklichung untersucht.

  • Laufzeit: seit April 2012
  • Teilprojektleiter: Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander
  • Projektmitarbeiterin: Lena Sophie Eckert (Sebastian Volkmann bis August 2012)
  • Förderung: FP7 der EU
  • Homepage des Projekts

 

Ordnung, Zufall, Unbestimmtheit. Grenzbegriffe in Philosophie und Physik

Sowohl Ordnung als auch Zufall sind Begriffe und Prinzipien, die uns im Alltag ständig begegnen und als scheinbar konträre Erklärungsmuster für Ereignisse dienen. Naturereignisse, private wie auch politische Fragen werden immer wieder hinsichtlich dieses Dualismus’ beleuchtet. Zentrale Themenbereiche der Philosophie wie der Physik kreisen um diese beiden Pole. Die Zuspitzung dieser Problematik schlägt sich im Phänomen der Unbestimmtheit nieder. Gerade die Nähe und Ferne dieser beiden Fächer, ihre Gemeinsamkeiten und Differenzen in der Handhabung dieser Trias von Ordnung, Zufall und Unbestimmtheit, soll in zwei parallelen Kursen bestimmt werden.

Am 25. - 27. Februar 2013 wird im Rahmen des Projekts eine interdisziplinäre Konferenz stattfinden.

  • Laufzeit: seit November 2011
  • Projektmitarbeiter(-innen): Christopher Gutland, M.A., Luca Forner, Prof. Dr. Andreas Buchleitner (Quantum Optics and Statistics, Physikalisches Institut der Universität Freiburg), Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander; ehemalige Mitarbeiterinnen: Dr. Johanna Sprondel, Dr. Maren Wehrle
  • Ausgezeichnet mit dem Innovationspreis Lehre 2011
  • Homepage des Projekts
  • Homepage der Konferenz


Epistemological Foundations of Evolutionary Psychology

According to Evolutionary Psychology (EP), the brain is an organ whose modular capacities have been selected for because they provided advantages of survival in the course of evolution. Consciousness as well as cognitive, behavioural and social abilities are seen as the results of specific reactions to evolutionary pressures, which have shaped humans and their ancestors over millions of years. In the research project and symposium Epistemological Foundations of Evolutionary Psychology, the philosophical premises and problems of this scientific paradigm shall be addressed in order to critically assess the status of EP in the contemporary interdisciplinary field of the cognitive and life sciences.
In light of the historical development in dies field, three bundles of theoretical issues concerning the rationality and validity of EP arguments shall be addressed in the project: 1. the relationship between the biological foundations of cognitive processes and subjectively experienced mental states; 2. the relationship between organism, brain and brain modules; 3. the relationship between the things EP tries to explain and the way it explains them.

  • Laufzeit: seit November 2011
  • Projektleiter: Dr. Thiemo Breyer
  • Projektmitarbeiter: Christopher Gutland, M.A.
  • Förderung: Baden-Württemberg Stiftung
  • Homepage des Projekts


The Phenomenology of Thinking

Thinking is a central capacity of the human mind. The sciences usually conceptualise thinking in isolation from it being a process constituted and sustained through the activity of the thinking subject as a set of subpersonal or neuronal mechanisms, whereas phenomenology stresses this subjective dimension. Central to the debate in analytical philosophy is the question whether thinking has its distinctive ‘phenomenology’, i.e. its describable quality of ‘what-it-is-likeness’ of the experience of thinking. Whereas most authors agree that there is an originary mode of phenomenal givenness of sensory and imagistic experiences, there is disagreement over what is – in contrast – called ‘cognitive phenomenology’. Some authors claim that thinking is an experience with its own sui generis phenomenal properties, whereas others defy this notion. Confronted with this discursive situation and the methodological as well as systematic problems arising from it, the project aims at carving out a genuinely phenomenological take on ‘The Phenomenology of Thinking’ by relating these problems to insights from the Husserlian tradition. It aims to show that thinking as a mental process can be grasped using the phenomenological methods of description, variation, costitution analysis or the theory of experience and judgment.

  • Laufzeit: seit April 2012
  • Projektleiter: Dr. Thiemo Breyer, Christopher Gutland, M.A.
  • Förderung: Baden-Württemberg Stiftung

 

Zeitreisen – Alltag und Erfahrung in historischen Egodokumenten

Ziel des Lernprojektes an der Schnittstelle zwischen Schule und Wissenschaft ist es, Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 an die historischen Quellen im Deutschen Tagebucharchiv (DTA) in Emmendingen heranzuführen und ihnen den wissenschaftlichen Umgang mit den Ego-Dokumenten beizubringen. Die Sichtung und Bearbeitung einiger der circa 8.500 im DTA gelagerten Quellenbestände ermöglicht den Schülern Einblicke in die Alltags-, Mentalitäts- und Erfahrungsgeschichte der vergangenen 250 Jahre. Studentische Tutoren betreuen die Schüler während des Lernprojektes und stehen den Jugendlichen mit wissenschaftlichem Rat zur Seite.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Husserl-Archivs mit dem Historischen Seminar, dem Deutschen Tagebucharchiv Emmendingen und 4 Gymnasien aus Freiburg und Umgebung.

  • Laufzeit: seit August 2011
  • Projektleiter: Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander und Prof. Dr. Jörn Leonhard
  • Projektmitarbeiter: Nino Katicic (bis April 2012 Lena Sophie Eckert)
  • Förderung: Robert Bosch Stiftung
  • Homepage des Projekts


Anthropologie des Virtuellen

Das Projekt fragt primär aus philosophisch-anthropologischer Perspektive nach dem Menschen in Zeiten und Räumen der Virtualität und integriert dabei die Einsichten und Ergebnisse der empirischen Sozial-, Kultur- und Medienwissenschaften sowie ethische, politische und rechtliche Fragestellungen. Zu den Grundthemen des Projekts gehört daher die ideengeschichtliche Frage, wie sich das Menschenbild im virtuellen Zeitalter verändert und wie sich das „virtuelle Menschenbild“ zu überlieferten Entwürfen verhält.

Im Projekt werden Experten aus den unterschiedlichen Fachbereichen, die sich mit Phänomenen der Virtualität und des Internet befassen, im inter- und transdisziplinären Dialog zusammengebracht.

  • Laufzeit: seit Juni 2011
  • Projektleitung: Dr. Thiemo Breyer, Dr. Johanna Sprondel, Dr. Maren Wehrle
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Anthropologie der Intersubjektivität.
Philosophische Untersuchungen zur Theorie des Geistes.

Zusammen mit der Hermann Paul School of Language Sciences, Universität Freiburg.

Seit spätestens den 1990er Jahren wird die Philosophische Anthropologie, nicht nur rezipiert, sondern beständig reinterpretiert, systematisch weiterentwickelt und für materiale Analysen in unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen fruchtbar gemacht. Dabei rücken Forschungsgebiete und Themen in den Vordergrund, die für die Gründungsfiguren der Philosophischen Anthropologie wie Plessner, Scheler und Gehlen schon aus historischen Gründen nicht relevant sein konnten. Die rasanten Entwicklungen der Kommunikationstechnologien, der biomedizinisch-therapeutischen Praxis, der lebens-wissenschaftlichen Forschung sowie die soziokulturelle Infragestellung tradierter Lebensformen deuteten sich für diese Autoren allenfalls an. Deshalb ist es heute notwendig, den systematischen Beitrag dieser Denker im Lichte der aktuellen Erkenntnisse in den empirischen Anthropologien neu auszuloten. Dabei kann sich zeigen, wie einerseits die philosophischen Kategorien zur Systematisierung und erkenntnistheoretischen Fundierung der empirischen Befunde genutzt werden und wie andererseits diese Befunde philosophische Strukturargumente mit konkretem Inhalt anreichern können. Ziel hierbei ist ein interdisziplinärer Erkenntnisprozess, der im vorgestellten Forschungsprojekt im für beide Herangehensweisen zentralen Forschungsfeld der ‚Theorie des Geistes‘ und der Intersubjektivität entwickelt werden soll.

  • Laufzeit: 01.04.2011 – 31.03.2013
  • Projektleiter: Dr. Thiemo Breyer
  • Projektmitarbeiter: Christopher Gutland, M.A.
  • Förderung: Baden-Württemberg Stiftung
  • Homepage des Projekts

 

 

Forschungskollegs und Kompetenzverbünde

 

DFG-Graduiertenkolleg Faktuales und fiktionales Erzählen

Der Gegenstand des beantragten GRK ist einerseits faktuales Erzählen und andererseits Erzählen, das zwischen Fiktionalität und Faktualität changiert. Damit hebt sich das Thema des Kollegs von der Masse narratologischer und auch philologischer Forschung ab, die primär fiktionale Texte, also Romane, Dramen und Versnarrative behandelt. In der Analyse historiographischer Texte soll auch von konventionellen Untersuchungen der Narrativität des Geschichts-Diskurses Abstand genommen werden; statt dessen sollen Mischformen und Experimente fokussiert werden und die Funktionalität der Fiktion (des Fiktiven) innerhalb der Faktualität der Historie im Vordergrund stehen. Vorrangige Bedeutung werden auch die Medialität von Erzählung – auch in bildlicher, audiovisueller oder elektronischer Ausprägung – und ihre Refle¬xion von Fiktionalität bzw. Faktualität haben. Eine innovative Besonderheit stellt die Betonung einer geschichtlichen Perspektive auf Erzählung, z.B. in der Analyse der Entwicklung faktualer Textsorten, dar, da die Narratologie traditionell eher synchrone Analysen betreibt. Schließlich sollen über den Bereich der Geisteswissenschaften hinaus narrative Texte aus den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften erschlossen werden und der Umgang mit Erzählung in diesen Disziplinen als Modell bzw. Vorbild für mögliche Modifizierungen traditioneller Erzählforschung geisteswissenschaftlicher Provenienz dienen.

  • Laufzeit: ab Oktober 2012
  • Förderung: DFG
  • Homepage

 

Freiburger Kompetenzverbund "Sicherheit und Gesellschaft"
(Centre for Security and Society)

Der Freiburger Kompetenzverbund beabsichtigt, ein fundiertes Orientierungswissen zum Entstehen einer neuen Sicherheitsarchitektur zu schaffen. Er lotet in einem breit gefächerten Zugang die Bedingungen, die Reichweite und die Folgen des Wandels im Sicherheitsdenken und in den Sicherheitspraktiken aus. Er verbindet Grundlagenforschung mit anwendungsorientierten Aufgabenstellungen.

Die Forschungsthemen bewegen sich in drei Dimensionen:

  1. Grundzüge des Sicherheitsdenkens: demokratietheoretische und politisch-anthropologische Grundlagen, Gegenwartsdiagnostik des Sicherheitsdenkens
  2. Grundzüge der Sicherheitsarchitektur: Grundrechtsproblematik, Sicherheitsökonomie, Internationalisierung von Sicherheitsregimes
  3. Technisierung und Sicherheit: Datenschutzfragen, Implementierung und Akzeptanz von Sicherheitstechnologien, Evaluationsforschung
  • Laufzeit: seit Dezember 2007
  • Kooperationsleiter am Husserl-Archiv: Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander
  • Mitarbeiter(-innen): Lena Sophie Eckert; Philippe Merz, M.A.; Sebastian Volkmann
  • Homepage


DFG-Graduiertenkolleg Freunde, Gönner, Getreue
Praxis und Semantik von Freundschaft und Patronage in historischer, anthropologischer und kulturvergleichender Perspektive

Das Graduiertenkolleg soll persönliche, den Familien- und Verwandtschaftskontext überschreitende Nahbeziehungen in unterschiedlichen Zeiten und Kulturen im Spannungsfeld zwischen symmetrischen Loyalitätsbindungen (Freundschaft von Gleichgestellten) und asymmetrischen Beziehungen (Patronage/Klientel) untersuchen.

Der zeitlich und kulturell vergleichenden Perspektive des Forschungsprogramms entsprechend ist auch das Studienprogramm interdisziplinär und international angelegt. Es zeichnet sich durch intensive und innovative Betreuungsstrukturen aus und soll dank klarer Zielvorgaben für den zügigen Abschluß der Arbeiten sorgen.

  • Laufzeit: seit Oktober 2006
  • Förderung: DFG
  • Homepage






 

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